Allgemeine Ware: Preise für Heizöl und Getreide lagen um 30 Prozent unter dem Vorjahr
Der Absturz der Getreide- und Energiepreise um jeweils bis zu 30 Prozent und in dessen Folge auch der Preise für Dünge- und Futtermittel prägten die Umsatzentwicklung 2009 in der Allgemeinen Warenwirtschaft. Zu dieser Gruppe von 57 Genossenschaften gehören im Wesentlichen die ZG Raiffeisen, Karlsruhe, die Bezugs- und Absatzgenossenschaften (BAGs) sowie die Lagerhausgenossenschaften. Ferner sind die Umsätze von 32 Kreditgenossenschaften mit Warengeschäft enthalten. Diese Genossenschaften mussten einen Umsatzeinbruch von 21,6 Prozent auf 1.226 Mio. Euro hinnehmen. Im Vorjahr hatten kräftige Mengensteigerungen verbunden mit gewaltigen Preissprüngen noch für einen Umsatzboom mit einem Plus von 23,9 Prozent gesorgt.
Gleichzeitig war erneut eine Rekordernte zu bewältigen. Die baden-württembergischen Genossenschaften erfassten 2009 rund 541.000 Tonnen Getreide, ein Plus von 17 Prozent (ohne Körnermais und Spätdruschfrüchte). Der Umsatz mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen ging trotzdem um 29 Prozent auf 321 Mio. Euro zurück; absolut waren das 130 Mio. Euro weniger.
Hauptumsatzträger in der Allgemeinen Warenwirtschaft sind Kraftstoffe und Heizöl. Hier gingen die Umsätze preisbedingt um 35 Prozent auf 359 Mio. Euro zurück. Bei Heizöl machte sich neben dem Preissturz von rund 30 Prozent bemerkbar, dass sich die Verbraucher bereits im Herbst 2008 massiv bevorratet hatten.
Auf die zwölf Bezugs- und Absatzgenossenschaften in Baden-Württemberg entfällt ein Umsatz von 494 Mio. Euro (- 14,9 Prozent). Bei ihnen ging das Energiegeschäft unterdurchschnittlich zurück und sie verbuchten gegen den Markttrend ein Plus in ihren Raiffeisen-Verbrauchermärkten und in der Landtechnik.
21. April 2010


