„Wer den Staat belastet, muss auch dafür bezahlen.“ Deshalb wäre eine Bankenabgabe für die Volksbanken und Raiffeisenbanken eine grobe Ungerechtigkeit, da sie den Staat in der Finanzkrise nicht belastet haben. Mit diesen Worten hat Präsident Gerhard Roßwog vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband vor 1.700 UnternehmerInnen die Absichtserklärung der Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten vom vergangenen Donnerstag kommentiert, eine Bankenabgabe einzuführen. „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken werden auch in Zukunft die Verantwortung für sich selbst tragen und sich durch ihre eigene Sicherungseinrichtung schützen, ohne den Staat zu belasten.“
„Richtig ist es, wenn die großen, systemrelevanten Banken eine Bankenabgabe bezahlen, denn diese Banken muss der Staat auch in Zukunft auffangen, wenn es ernst wird. Das ist nicht mehr als eine faire Versicherungsprämie. Am sichersten für den Steuerzahler wäre aber die Lösung, die Großbanken zu einem Institutsschutz zu verpflichten, wie ihn die Volksbanken Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen über ihre Sicherungseinrichtungen gewährleisten.“
Roßwog sprach auf dem ersten VR-Mittelstandstag der Volksbanken Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg im genossenschaftlichen Redblue-Messe- und Eventcenter der Intersport eG in Heilbronn.
VR-Innovationspreis 2010 verliehen
In diesem Rahmen wurde die J. Schmalz GmbH aus Glatten, Kreis Freudenstadt, mit dem VR-Innovationspreis 2010 der Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgezeichnet. Mit zwei Sonderpreisen wurden die Innovationsleistungen der Firma Simaka Energie- und Umwelttechnik, Argenbühl-Göttlis¬hofen (Kreis Ravensburg), sowie der Lobo electronic GmbH aus Aalen gewürdigt. Der Preis wurde zum zehnten Mal vergeben. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Stefan Mappus übernommen.
„Die Firma Schmalz gehört zu den Perlen unseres Mittelstandes“, würdigte Präsident Gerhard Roßwog den VR-Innovationspreisträger 2010. Das Unternehmen zähle auf dem Gebiet der Vakuumtechnologie zur Weltspitze. „Mit dem Wafergreifer ist es gelungen, eine etablierte Technologie auf einen neuen Markt zu übertragen. Bewundernswert ist die kurze Zeit von vier Monaten von der Idee bis zur Markteinführung im Mai 2009. Das belegt, dass Kundennähe, Innovationskraft und Flexibilität im Mittelstand in Baden-Württemberg zuhause sind.“
Mit dem Schmalz Wafergreifer (SWG) können Solarmodule mit Hilfe der Vakuumtechnologie effizienter produziert werden. Mit dieser Innovation mischt die Firma Schmalz seit einem halben Jahr den Markt auf. Der Innovationspreis ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Sonderpreisträger Simaka erhält 15.000 Euro, für die Lobo electronic GmbH gibt es 10.000 Euro.
Weitere Infos zu den VR-Innovationspreisträgern finden Sie hier:
http://www.bwgv-info.de/content/375.htm
Einen kurzen Film zu den VR-Innovationspreisträgern finden Sie hier:
http://www.vr-innovationspreis.de/
23. Juni 2010

