Handwerk

Die 15 Genossenschaften des Nahrungsmittelhandwerks in Baden-Württemberg haben im Jahr 2010 fast 1,3 Mrd. Euro umgesetzt. Zu dieser Gruppe zählen die Bäko Süddeutschland, Ladenburg, als Landeszentrale, fünf Bäko-Genossenschaften sowie die Fleischer-Einkaufsgenossenschaften.

Die weiteren Handwerkergenossenschaften sind, gemessen am Umsatz, überwiegend im Bauhandwerk sowie artverwandten Branchen tätig sind. Ihr Umsatz belief sich 20109 auf 400 Mio. Euro. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel die ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG, Stuttgart, die Hagos Verbund deutscher Kachelofen- und Luftheizungsbauerbetriebe, Stuttgart, und die Ortheg Einkaufsgenossenschaft für Orthopädie-Technik, Laupheim.

Förderauftrag: Genossenschaft hat eine dienende Funktion

Alleiniges Ziel von Genossenschaften ist es, ihre Mitglieder zu fördern. Das heißt, die Genossenschaft hat den Auftrag, die Anforderungen der Mitglieder durch problemgerechte, innovative Lösungen zu erfüllen. Dieser Förderauftrag macht die Genossenschaften gegenüber anderen Formen der Kooperation einzigartig: Ihre Unternehmenskultur ist von dem Gedanken geprägt, dass die Genossenschaft für ihre Mitglieder eine dienende Funktion wahrnimmt und ihre Existenz nicht aus ihrer selbst Willen ableitet. 

Damit ist die Kooperation in der Genossenschaft eine lebende Gemeinschaft, die sich aus dem Markt heraus ständig fortentwickelt und sich den geänderten Rahmenbedingungen aktiv anpasst. Sie verknüpft auf optimale Weise das lokale Wissen um die Märkte mit dem übergeordneten Ausnutzen von Größeneffekten durch die Zusammenarbeit in ausgewählten Bereichen.